Aktuelles im DRK Ortsverein Wangen 

200 Helfer kämpfen gegen Hochwasser

WANGEN - Hochwasser-Alarm in Wangen: In der Nacht zum Dienstag ist die Obere Argen über die Ufer getreten. Über 200 Hilfskräfte waren im Einsatz. Schäden wie beim Hochwasser 1999 sind diesmal nicht zu befürchten. Die nahezu fertig gestellten Schutzeinrichtungen haben ihre Bewährungsprobe bestanden. Die Altstadt blieb verschont. Um 15.30 Uhr wurde gestern der Hochwassereinsatz offiziell beendet.

„Das war die schwerste Nacht meines Lebens“, erklärte Wangens Oberbürgermeister Michael Lang bei der Pressekonferenz am Dienstagvormittag im DRK-Heim. Von seinem Urlaubsort Sonthofen war er nach Wangen geeilt, als sich die Lage zuspitzte.

Mit 1,30 Meter war der Epplingser Argenpegel am Montagabend bis 21 Uhr noch nicht beunruhigend. Binnen einer Stunde waren dann aber 1,80 Meter erreicht, berichtete Lang. „Und in wenigen Stunden stieg das Wasser dann auf drei Meter.“ Den Pegel-Höchststand erreichte die Obere Argen gestern um 6.20 Uhr mit 3,49 Metern. Beim „Jahrhundert-Hochwasser“ 1999 wurden 3,52 Meter gemessen.

Für kritische Pegelstände an der Argen haben Stadt und Rettungskräfte nach den Erfahrungen von 1999 einen Alarmplan ausgearbeitet, den Kreisbrandmeister Oliver Surbeck als „vorbildlich für den ganzen Kreis Ravensburg“ bezeichnet. Um 23.20 Uhr traf sich zunächst eine Beurteilungsgruppe. Um 23.45 Uhr wurden die ersten Rettungskräfte verständigt. Dienstagfrüh um 2 Uhr wurde Hochwasseralarm gegeben.

„Rund 200 Rettungskräfte waren im Einsatz“, informierte gestern OB Lang. Feuerwehren kamen aus dem ganzen Stadtgebiet, aus Kißlegg, Amtzell, Leutkirch und Ravensburg und aus Opfenbach und Heimenkirch in der bayerischen Nachbarschaft. Technisches Hilfswerk, DRK, Bauhof und Polizei gehörten ebenfalls zu den Einsatzkräften. Auch Strom- und Gasversorger waren im Einsatz. Um 15.30 Uhr konnte der Hochwasseralarm wieder offiziell aufgehoben werden. Der Argen-Pegel war zu diesem Zeitpunkt auf 2,30 Meter gefallen.

„Die Bürger sind diesmal überwiegend zu Hause geblieben“, hat Michael Lang im Blick aufs Hochwasser 1999 beobachtet. Aus den Reihen der Anwohner habe es „vergleichsweise weniger Helfer gegeben“. Lang vermutet: „Die Bürger sind vom Hochwasser überrascht worden.“

„Die Rettungskräfte waren die ganze Nacht am Arbeiten“, berichtet Wangens Oberbürgermeister Lang. In den neuen Schutzwällen und -mauern mussten die Durchfahrten geschlossen werden. In Führungsschienen werden dazu Alu-Tore eingesetzt und verschraubt. „Die Frage war: Schaffen wir es, alle Lücken zu schließen“, beschreibt OB Lang diesen spannenden Moment. „Das konnten wir hier noch nicht proben. – Aber es hat funktioniert“.

„Die Investition von zwei Millionen Euro in den Hochwasserschutz hat sich jetzt schon amortisiert“, stellt der Oberbürgermeister fest. 1999 habe das Hochwasser Schäden in Höhe von 10 Millionen Euro verursacht. „In diesem Jahr ist es sicher nur ein Bruchteil dessen“, vermutet Lang. Beispielsweise habe der Bereich „Vorderes Ebnet“ das jetzige Hochwasser „vermutlich ohne Schäden“ überstanden.

Zwischen Argen und Altstadt sah es dennoch eine Zeit lang kritisch aus. Die Straße „Argenufer“ war bis in die fortgeschrittenen Morgenstunden überschwemmt. Nachts wurden rund 10 000 Sandsäcke abgefüllt. Ein Großteil schottete zusammen mit Bretterwänden Lücken zwischen Altstadt und Argen ab. „Mit dem Bereitstellen der Sandsäcke hatten wir keinerlei Probleme“, merkte der Einsatzleiter und Wangener Feuerwehrkommandant Manfred Wolfrum dazu an. Für seine Einsatzleitung gab’s ein Extra-Lob von Kreisbrandmeister Oliver Surbeck: „Der Kollege Wolfrum hat das professionell gemacht.“

Noch sind nicht alle Maßnahmen für den Hochwasserschutz fertig gebaut. Es gibt noch Schwachstellen, die nicht behoben sind, räumte Oberbürgermeister lang gestern ein. Hauptsächlich im Scherrichmühlweg habe das Hochwasser noch Schäden angerichtet. Feuerwehrkommandant Wolfrum berichtete von 20 bis 25 Kellern, die im Stadtgebiet leergepumpt werden mussten. Brennpunkte von Einsätzen waren laut Lang die Bereiche Scherrichmühlweg, Kohlplatz und Altstadt.

(Quelle: SZ Wangen)

 

 

 

 



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